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1. Offener Wettbewerb in Wiesbaden

 Die Bilder vom 1. Offenen Wettbewerb in Wiesbaden am 12.10.2013

1. Offener Wettbewerb in Wiesbaden

Bericht vom 1. Offenen Filmwettbewerb „Film ab!“ am 12. Oktober 2013 in Wiesbaden von Horst Günther (Babenhausen)

Der Wiesbadener Filmkreis veranstaltete diesen 1. Offenen Wettbewerb „Film ab!“ als Regionalfilmfestival des BDFA Hessen am 12. Oktober 2013 um 10 Uhr in den Kinoräumen der Leibnizschule, Georg-August-Str. in Wiesbaden. Der Klubleiter Dr. Stephan Vogel begrüßte als Ausrichter dieses Offenen Wettbewerbs die zahlreichen Gäste, denn jeder Filmer aus Hessen und Rheinland-Pfalz konnte seine Filme zu diesem Wettbewerb einreichen - unabhängig von einer BDFA-Mitgliedschaft. Und genau dieses war die Herausforderung, ein wichtiges Signal für den BDFA nach außen, um sich so für neue Anforderungen zu öffnen.

Es war für den Wiesbadener Filmkreis (WFK) wieder eine Premiere, alle waren glücklich über diese gute Resonanz. Die Klubmitglieder Stefan Pfeifer und Adolf Wappler hatten die Technik zur Projektion der Filme und der Jury-Moderation übernommen. Außerdem standen von namhaften Sponsoren eine große Anzahl Sonderpreise zur Verfügung, die sicherlich auch zu den vielen Filmmeldungen beigetragen haben. Eine große Bandbreite an Filmthemen von insgesamt 16 Teilnehmern – davon 50% Nicht-BDFA – stand daher auf dem Programm!

Von den ehrenamtlich tätigen Jurymitgliedern wurde konzentriertes Beurteilen gefordert: 16 teilweise sehr unterschiedliche Filme mit einer Laufzeit von insgesamt 145 Minuten.

In der Vorbesprechung der Juroren wies Rainer Drews (Stade) als Juryleiter auf die Kriterien zur Filmbewertung hin. Insbesondere darauf, dass die Jurymitglieder die Aufgabe haben, den anwesenden Autoren hilfreiche, fachlich begründete und fundierte Ratschläge sowie motivierende Hilfestellungen über das Gesehene aufzuzeigen.

Die Juroren, die sich dieser Aufgabe stellten, waren Walter Heim (Fotograf / Film-Kameramann, Regisseur aus Groß-Gerau), Thomas Wagner (Regisseur aus Frankfurt/M.), Birgit-Karin Weber (Filmemacherin aus Wiesbaden), Torsten Wies (Kunstlehrer aus Wiesbaden) und Dieter Kopelke (BDFA Siegen).

Gezeigt wurde z.B. von Manfred Obst (WFK) ein Erdbeeren pflückender Beamter „Erdbeerpflücken - Der Beamte im Ruhestand“, der mit Akribie alle Details vermaß und diese notierte. Der Spielfilm von Jugendlichen „Falsche Freunde“ von Maurice Pöschke (Nicht-BDFA) - das Sozialverhalten in einer Familie - Konflikte zwischen Eltern / Kindern; oder der Film „Liebe am Neroberg“ von Nick Melekian (Nicht-BDFA), eine gut gespielte Liebesbeziehung mit Konfliktsituationen und einer spannenden Wendung am Schluss. Der Film „Vorwärts! Zurück!“ von Judith Schneider u. Robin Lachhein (Nicht-BDFA) zeigten gute Collagen, schöne Farbkombinationen, sehr gut mit Musik unterlegt und flott geschnitten.

Auch wurden gute Dokumentarfilme gezeigt. In seinem mit großem Zeitaufwand hergestellten 20minütigen Film „Die Rückkehr des atlantischen Rheinlachses“ zeigte Joachim Häntzschel (WFK), wie und vor allem warum der Lachs seinen „alten“ Lebensraum zurückerobern konnte. Mit viel Herzblut dokumentiert er die Einflüsse von der Brut, Belastung durch Umweltschäden, Laichvorgang, Bau von Staustufen, Einbau von Treppen bis hin zur artgerechten Haltung in sauberem Wasser.

Eine weitere gute Dokumentation war der 18minütige Film “Eine Hochzeit in Indonesien“ von Adelbert Fust (Wiesbadener Schmalfilmclub). Ein sehr sensibel gefilmter Beitrag in einem exotischen Land, deren Sitten und Gebräuche uns eher fremd sind. Wesentlich ist seine gute Erzählform, die den Zuschauer mit den gezeigten Bildern in das Geschehen mitnahm.

Zum besten Film des Tages wurde der Spielfilm „Amerika“ von Ulrich Stühlen (Nicht-BDFA) gewählt. Ein Roadmovie mit guten Schauspielern, konsequent durchdacht, in allen Bereichen durchkomponiert! Eine runde Sache, und die Geschichte wurde in nur 7 Minuten erzählt!

Für das leibliche Wohl der Gäste sorgten die Mitglieder des Filmkreises, die viele kleine Gerichte zur Auswahl anboten, wie eine leckere Suppe, außerdem standen belegte Brötchen, Kuchen und verschiedene Getränke zur Auswahl.

 

Christine Wilkerling als Landesvorsitzende war später eingetroffen, begrüßte die Gäste deswegen aber nicht weniger herzlich und dankte dem Filmclub für die Durchführung des Wettbewerbs. Sie wies auch auf die am 26. Okt. um 18:00 Uhr stattfindende Veranstaltung „Hessen film(t)“ in Hanau Wilhelmsbad im Comödienhaus zur Verleihung der Hessischen Löwen für den besten Amateurfilm in Hessen mit einem Trailer hin.

Die Auswahl der besten Filme erfolgte aus insgesamt 277 Minuten Kurzfilmen (Gold- und Silbermedaillen)

Folgende Filme wurden von einer Jury dazu ausgewählt:

  • Grelle Lichter zum Abgrund - Folker Preis (Filmclub Offenbach)
  • Konzertwerkstatt - Robert Becker (Filmclub Offenbach)
  • Mein Frisör und das MIM-Projekt - Norbert Schnorr (Filmclub Neu-Isenburg)
  • Pole Position - Rüdiger Schnorr (Filmclub Neu-Isenburg)
  • Unterwegs in Burma - vom Doktor...- Ch. u. K. Wilkerling (FFVC Hanau)

Sie wünschte allen Besuchern gute Unterhaltung und der Jury für die Autoren hilfreiche Aussagen.

Nach den Grußworten erzählte sie wieder eine Geschichte, in dem sie die Filmtitel aller Autoren des heutigen Tages textlich in Verbindung brachte und damit der Erwartungshaltung der Anwesenden wieder entsprach. (* Titel-Geschichte siehe unten)

Die weitergemeldeten Filmbeiträge müssen dann allerdings spätestens fünf Tage vor Beginn der nächst höheren Veranstaltung - der HAFF - eingereicht worden sein (also am 04.11. beim Ausrichter vorliegen!). Die HAFF findet am 09.11.2013 in Wetzlar statt. Ausrichter ist dann der Filmclub Wetzlar.

Für Statistiker: Der Wiesbadener Filmkreis (WFK) war mit fünf Beiträgen, der Wiesbadener Schmalfilmclub und der SFC Erbach / Michelstadt mit je einem Beitrag beteiligt. Eine erfreuliche Clubarbeit in Wiesbaden! Es waren allerdings auch sieben Autoren angetreten, die keine BDFA-Mitglieder sind. Dieses waren vor allem junge Filmer, die mit ihren Filmbeiträgen überraschten.

Die ersten Plätze gingen an:

  • Ulrich Stühlen für seinen Film „Amerika“
  • Joachim Häntzschel (WFK Wiesbaden) für seinen Film „Die Rückkehr des atlantischen Rheinlachses“
  • Robin Lachhein (Jungfilmer) für seinen Film „Nerobergbahn - in 125 Jahren“
  • Manfred Obst (WFK Wiesbaden) für seinen Film „Erdbeerpflücken - Der Beamte im Ruhestand“

Gegen 18.00 Uhr stand das Endergebnis fest:

  • 6 dritte Plätze,
  • 5 zweite Plätze und
  • 4 erste Plätze wurden vergeben.

11 Filme wurden zu den 67. Landes-Filmfestivals Hessen (HAFF) gemeldet, die in Wetzlar am 04. November vorliegen müssen. Ausrichter ist der Filmclub Wetzlar. Dieser feiert in diesem Jahr seinen 45. Geburtstag. Das Gründungsjahr war 1968!

Veranstaltungsort: Alte Aula, Obertorstr. 20 in 35578 Wetzlar. Beginn am Samstag 09. November ab 09:00 Uhr.

Die kleine Geschichte der Landesvorsitzenden aus allen Filmtiteln:

Sie glauben nicht, was mir passiert ist! In 80 Tagen um die Welt ist nix dagegen! Also es war so: Es gab Eine Hochzeit in Indonesien und zu der war ich eingeladen. Ich dachte: Der Beamte im Ruhestand - Erdbeerpflücken, das ist auf Dauer ja auch keine Beschäftigung! Auch Ein Spätsommertag auf der Bundesgartenschau Koblenz war halt auch nur ein einziger Tag. Eher träumte ich von Liebe am Neroberg und einer Fahrt mit der Nerobergbahn - In 125 Jahren... Aber wie das Leben so spielt - Falsche Freunde machen einem das Leben schwer. Und so kam es schließlich zum Aufbruch nach Amerika!

Da es sich eindeutig nicht um Die Rückkehr des atlantischen Rheinlachses handelte, konnten wir mit Rote Fahne - Maos Auto weiterfahren. In der hölzernen Schule habe ich dann Ryka kennengelernt. Das war ein lustiges Vorwärts! Zurück! Hat wirklich Spaß gemacht! Von dort war es dann auch nur noch ein kurzer Weg zum Tatengarten mit seiner Wanderausstellung Von Riesen und Römern. Da konnte man wirklich viel lernen. Aber wo war die Zeit geblieben? Fix zurück zum Frankfurter Flughafen - Sie erinnern sich - die Hochzeit! - und das Rhein-Main-Gebiet im Zeitraffer - mehr war wirklich nicht mehr drin.