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Geschichte des Amateurfilmes in der Kinothek

Kinothek Asta Nielsen e.V.
Stiftstrasse 2
D 60313 Frankfurt am Main

Am Freitag, 1. November 2013 findet in der
Kinothek Asta Nielsen in Zusammenarbeit mit B3 Biennale des bewegten Bildes 2013 ein Wochenende zur

Geschichte des Amateurfilms - Geschichten im Amateurfilm (
Filmprogramme, Vorträge, Diskussionen) statt.

Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 5 € pro Vorstellung

18 Uhr Eröffnung


19 Uhr
Die gebastelte Traumfamilie, Vortrag und Filmprogramm
Dr. Martina M. Roepke, Freie Universität Utrecht

Schon in den Anfangsjahren des Kinos hat es neben der kommerziellen und professionellen Nutzung des Films erfindungsreiche, technikfaszinierte Privatleute gegeben, die die Möglichkeiten des neuen Mediums erproben wollten. Aber erst ab Ende der 1920er Jahre entsteht in Deutschland so etwas wie eine Amateurfilmkultur, die vom 1927 gegründeten Bund Deutscher Filmamateure (BDFA) unterstützt wird: Wettbewerbe werden organisiert, zahllose Publikationen zum Thema erscheinen, ein Leihfilmbetrieb entsteht. Aus der Zeit vor 1945 sind nur wenige Filme von heute weitgehend unbekannten Filmemachern überliefert. Das Filmprogramm bringt einige von Ihnen zum ersten Mal zur öffentlichen Aufführung. Der Vortrag gibt eine Einführung in diese Epoche der Arbeit der BDFA-Amateure und versucht eine Antwort auf die Frage, wie die Filme in der deutschen Filmgeschichte vor 1945 und in der Familienpolitik des Nationalsozialismus zu verorten sind.

Zu Gast Klaus Krafft, Jülich, Referat Film- u. Dokumentenarchiv des BDFA

Das Filmprogramm wird ermöglicht durch den BDFA (jetzt Bundesverband Deutscher Film-Autoren)

Samstag, 2. November 2013
Kinothek Asta Nielsen 16 Uhr
Vorstellung des Home Movie-Projektes der Kinothek Asta Nielsen e.V.

Karola Gramann und Heide Schlüpmann

Die Kaffeetafel, Filmprogramm

19 Uhr
Amateurfilm als Mikrohistorie
,
Privataufnahmen von Unternehmerfamilien in Südwestdeutschland (1902–1938)
Vortrag, Stills und Filme, Linda Waack Amateurfilme versammeln Bilder voller Zartheit und Zumutung: Kinder beim Kaninchenfüttern unter blütenschweren Zweigen, zwei Rücken im Sonnenlicht auf kleinkarierter Decke nebeneinander, Hakenkreuzbeflaggung in Farbe. Sie sind gekennzeichnet durch Familialismus und Sinnlichkeit, verbinden zierliche Gesten mit autoritären. Als Erscheinungsform des Trivialen bieten sie Anlass, über das Persönliche im Verhältnis zur Geschichte nachzudenken. Gegenstand der Reflexion sind ausgewählte Aufnahmen aus der Landesfilmsammlung Baden-Württemberg (Filmarchiv Ing. Hermann Hähnle, Amateurfilme Heinrich Rieker, Amateurfilme Kienlin), die vorgeführt und gleichermaßen als Geschichtsmedien konturiert werden: als Gegenstand und Effekt filmhistoriographischer Bemühung.

9. November 2013 | ab 11 Uhr
Weltkulturen Museum, Labor
Internationaler Home Movie Day

Bereits zum dritten Mal veranstaltet die Kinothek Asta Nielsen in Frankfurt am Main den Home Movie Day . Wir laden dazu ein, eigenes, geerbtes oder gefundenes Amateurfilmmaterial mit fachkundiger Unterstützung zu sichten. 11 bis 17 Uhr
Filme und Geräte werden entgegengenommen. Fachleute begutachten die Materialien, sehen die Filme gemeinsam mit Ihnen am Bildbetrachter an und beraten Sie über Möglichkeiten der Digitalisierung und Archivierung. Im Laufe des Tages wird aus dem eingereichten Filmmaterial ein Programm zusammengestellt. 19 Uhr
Zum Abschluss findet am Abend eine öffentliche Vorführung der ausgewählten Filme statt.