Großer Erfolg für DER TOD IST EIN ARSCHLOCH
Am Samstag, den 15.11.25 war der Mainzer Filmer Michael Schwarz zu Gast bei uns in Wiesbaden. Im Rahmen seiner Kinotour stellte er seine neueste Dokumentation DER TOD IST EIN ARSCHLOCH vor, der im Rahmen des EXGROUND-FILMFESTIVAL lief.
Michael Schwarz ist den BDFA-Filmern schon lange ein Begriff. Seit vielen Jahren kennen wir ihn als kompetenten, sympathischen Juror auf unzähligen Filmfestivals. Zuletzt sahen wir ihn als Gesprächspartner bei den DEUTSCHEN FILMFESTSPIELEN (DAFF) in Harsefeld.
In seinem Film begleitet er den wohl unkonventionellsten Bestatter Deutschlands Eric Wrede. Kennengelernt haben sich die beiden bei einer Lesung vor fünf Jahren hier bei uns in Wiesbaden. Nachdem Michael eigene schlechte Erfahrungen mit einem Bestatter gemacht hatte, erinnerte er sich zurück an die Begegnung mit Eric. Nach einigen Mails und Telefonaten entstand dann die Idee für diesen Film.
Dass ein Bestatter sich nicht zwangsläufig im schwarzen Anzug dem Kunden präsentiert, sondern die gleiche normale Straßenkleidung trägt wie sein gegenüber, ist erst mal ungewöhnlich. Das Duzen der Kunden und sehr viel Einfühlungsvermögen lässt eine große Nähe zu, die es wohl kaum bei anderen Bestattern zu sehen gibt.
Mit unheimlich viel Empathie wird sich im Film dem sensiblen Thema Tod genähert. Anfangs ist man noch irritiert über die unkonventionelle, lockere Art von Eric Wrede. Im Laufe des Films fragt man sich dann: Warum können nicht alle Bestatter so arbeiten?
Da der WIESBADENER FILMKREIS schon eine längere, freundschaftliche Beziehung zu Michael Schwarz pflegt, gab es für uns Freikarten. Eine kleine Abordnung von fünf Filmern nahm die Einladung an. Die 79-minütige Dokumentation DER TOD IST EIN ARSCHLOCH ist momentan auf einer 4-wöchigen Kino-Tour. Er wird in über 40 Kinos bundesweit gezeigt. Des Weiteren gab es Aufführungen bei diversen deutschen und internationalen Filmfestivals.
Unter anderem beim Filmfestival MAX OPHÜLS PREIS Saarbrücken, DOKUMENTALE Berlin, KÖLNER KINONÄCHTE, FILMS FOR FUTURE Zürich und SHANGHAI INTERNATIONAL FILMFESTIVAL. Es gab bereits das Prädikat BESONDERS WERTVOLL von der DEUTSCHEN FILM- UND MEDIENBEWERTUNG und den INTERMEDIA-GLOBE SILVER AWARD beim WORLDMEDIAFESTIVAL Berlin. Zusätzlich wurde der Film nominiert für den DOKUMENTARFILMPREIS DES GOETHE-INSTITUTS beim Kasseler Dokumentarfilmfest.
So ist es dann auch kein Wunder, dass der Film bereits als eine der besten Dokumentarfilme des Jahres aus Deutschland gehandelt wird.
Großer Dank an das Team von NACHTSCHWÄRMERFILM (Regie, Drehbuch: Michael Schwarz, Kamera: Alexander Griesser, Schnitt Melanie Dietz) und dem Protagonisten Eric Wrede und seinen Mitarbeitern für diesen beeindruckenden, berührenden Film.
BERND NILSSON

Die 60. Werkstatt der jungen Filmszene, veranstaltet vom Bundesverband Jugend und Film, fand zu Pfingsten in der hessischen Landeshauptstadt statt.
Dieses alljährliche Nachwuchsfilmfestival bietet die einzigartige Gelegenheit, einen umfassenden Eindruck von der Vielfalt und Kreativität bundesdeutscher Jugendfilmarbeit zu gewinnen.
Rund 120 Teilnehmende erlebten in vier Tagen über 70 Kurzfilmproduktionen auf großer Leinwand. Dabei werden bewusst keine Preise verliehen, um das Konkurrenzdenken zu
vermeiden und um die offenen Gespräche zu fördern.
Untergebracht waren die Teilnehmenden, wie jedes Jahr, im WILHELM KEMPF-HAUS (Gästehaus des Bistums Limburg) in Naurod.
Mit dabei auch drei BDFA-Filmer, die sich seit Jahren der filmischen Nachwuchsarbeit sehr verpflichtet fühlen:
Rolf Birn, Leiter der Trickfilmschule FANTASIA in Dresden, dessen kreative Schützlinge regelmäßig beim BFF Fiction, auf den DAFF und sogar auf der UNICA mit Preisen bedacht
werden. Er bot auf der Werkstatt den Workshop „Einführung in den Puppentrick“ an. Assistiert wurde er von der überaus talentierten Océane Mirschel, deren stimmungsvolle
Animation „Jambo Afrika“ auf der diesjährigen DAFF präsentiert wird.
Weiterhin die Rostocker Matthias Spehr und Marcus Napieralla, die noch dreizehn Kinder und Jugendliche von der Küste „im Gepäck“ hatten. Nebst Kameras, Stativen und Lichtkoffer, um vor Ort den Nachwuchs zum kreativen Schaffen anzustiften.
Matthias Spehr ist inzwischen seit 30 Jahren regelmäßiger Teilnehmer der Werkstatt und saß 24 Jahre davon als Vertreter der ostdeutschen Bundesländer im Auswahlgremium für die eingereichten Filme. Ein Höhepunkt des Wochenendes war die Präsentation ausgewählter Werkstattfilme im Wiesbadener CALIGARI-Kino.
Die Filmer des WIESBADENER FILMKREIS ließen es sich nicht nehmen, sich ein Bild von den filmischen Themen und Formaten der jungen Generation zu machen.
Vielen Dank für Euren Besuch. Wir sehen uns bestimmt nächstes Jahr wieder.
Bernd Nilsson
Matthias Spehr
Bericht von der Mitgliederversammlung des BDFA-Hessen 2025
Am Samstag, den 22.02.25 fand die diesjährige Mitgliederversammlung des BDFA Hessen e.V. statt.
Dass es immer weniger Filmclubs in Hessen gibt, wirkt sich auch mehr und mehr auf die Teilnehmerzahlen an der Mitgliederversammlung aus. Außer den Vorstandsmitgliedern Norbert Lippe, Brigitte Hülscher-Lippe, Stephan Vogel und Bernd Nilsson waren nur noch die Rechnungsprüfer Helmi Hansen und Klaus Schardt sowie Horst Antons und Folker Preis zugegen.
Nachdem der 1. Vorsitzende Norbert Lippe alle Anwesenden begrüßt hatte, ging es auch schon an die Tagesordnung.
Zuerst wurde der Verstorbenen Filmer des letzten Jahres gedacht.
Danach wurde einstimmig das Protokoll der letzten Mitgliederversammlung genehmigt.
Weiterlesen: Mitgliederversammlung des BDFA-Hessen am 22.05.2025


