Bericht vom Autoren-/Jurorenseminar am 23.01.2013 in Wetzlar
von Horst Günther (Babenhausen)

Der Filmclub Wetzlar e.V. richtete das diesjährige Seminar des BDFA Hessen in den Vereinsräumen des Clubs im Haus der Ortsverwaltung in Wetzlar-Nauborn, Schulgasse 6 aus. Dieter Kopelke (Jurybeauftragter) und Dieter Volk (Vorstandssprecher des FC Wetzlar)  begrüßten die Gäste im Namen des Verbandes und des Filmclubs Wetzlar e.V. als Ausrichter.

Dieter Kopelke eröffnete mit dem Thema „Jurierung und Jurybesetzung“. Ein Film wird zunächst von den Filmautoren auf Filmfestivals auf der regionalen Ebene geschickt und dort bewertet. Dazu wird eine fünfköpfige Jury benannt. Jeder Juror betrachtet den Film aus seiner Sicht der „emotionalen Wirkung“ mit dem Kernteil „die schönste Geschichte erzählen“. Das kann man auch als „Thema treffend behandelt“ benennen.
Wenn ein Autor nach diesen Grundregeln handelt, wird er in der Regel gute Bewertungen erhalten.

Zu diesen Grundregeln gehört ein weiterer Aspekt: Aufnahmegröße, Einstellungslängen, Blickwinkel, Lichtwirkungen, Kameraperspektiven. Akteure gut ins Bild gesetzt, alles gut geschnitten?  Eine gute Jury wird dem Autor in der Jurydiskussion Hilfestellung zur Verbesserung geben wie: „Der Film ist zu lang, ich empfehlen eine Kürzung“. Dabei ist der Juryleiter in der Funktion eines Moderators, der bei der Besprechung eines Films alle Aspekte bedenkt und auch nachfragt. Dieter Volk referierte über das Thema Filmautoren (Hobbyfilmer/ S-Filmer) Hobbyfilmer / Amateure. Sie haben es bei Ihrem Hobby in der Regel mit Funktionen zu tun, die beim Professionellen Filmer von verschiedenen Berufsgruppen ausgeführt werden:

  • Drehbuchautor, Produzent, Kameramann, Regisseur, Beleuchter, Texter, Sprecher, TonIngenieur, Cutter etc.

Dies unterscheidet den Amateur / Filmmacher deutlich vom professionellen Bereich.

Die Gruppe für uns Amateure, der Meldebogen „mit S“ für Filmstudenten, laufen bei den gleichen Wettbewerben für Filmamateure.

Filmstudenten: Sie werden in professionelle Filmproduktionen eingebunden und unterrichtet.

Der zweite Teil war der praktischen Jury-Arbeit vorbehalten: Ein zum Regionalwettbewerb gemeldeter Film wurde von einer Übungs-Jury angesehen und besprochen. Die Mitglieder hatten entweder gar keine oder nur sehr wenig Jury-Erfahrung. Diese Diskussion wurde anschließend von allen Teilnehmern des Seminars kritisch analysiert und wurde so zum Lerneffekt für alle Beteiligten.

Dann stand noch ein Film zum Landeswettbewerb auf dem Programm, der von allen Teilnehmern analysiert wurde. Das war die große Stunde der erfahrenen Autoren, die sehr sorgfältig in viele Feinheiten einsteigen und so zeigen konnten, wie man gute Filme noch besser machen kann. 

Insgesamt eine SUPER-Veranstaltung – darin waren sich alle Anwesenden einig, die mehr Zuhörer verdient hat. Aber die Wetterlage hat dies wohl verhindert. Der besondere Dank aller Anwesenden galt dem Filmclub Wetzlar mit seinem Team, sowie den Referenten Dieter Kopelke und Dieter Volk für Ihre gute Vorbereitung und Aufbau der Themenbereiche!


>>Hier<< die Bilder, fotografiert von Hans Taube und Horst Günther.